Schweine

 

Gerade wenn Gewinnspannen extrem gering sind, lohnt es sich auf den Aufbau von gesunden Kreisläufen zu setzen. Je optimaler der Nährstoffkreislauf genutzt wird und je reibungsloser die Tierproduktion abläuft, umso geringer werden variable Kosten, wie Tierarzt, Medikamenten- und Mineraldüngereinsatz. Das wirkt sich positiv auf die Bilanz aus.

 

Probiotisches Stallmanagement und Gülleaufbereitung bringen in der oft umstrittenen Schweinehaltung ein doppeltes Nutzen. Zum Einen, werden Nährstoffverluste minimiert und das volle Ertragspotential aus dem Wirtschaftsdünger geschöpft. Zum Anderen werden Anrainer nicht mehr durch Gerüche und Fliegen gestört und Grundwasserver-schmutzungen werden durch das richtige Güllemanagement verhindert.

 

Fütterungsoptimierung mit CFKE und Futterkohle

 

Eine stabile Magen-Darm-Flora ermöglicht dem Tier eine gute Verdauung, hohe Vitalität und ein stabiles Immunsystem. Die Erfahrung zeigt, dass durch den Einsatz von CFKE und Futterkohle die Fruchtbarkeit bei Zuchtsauen stabilisiert werden kann. In der Mast sorgen sie für gleichmäßiges Wachstum bei hoher Stabilität.

 

Pflanzenkohle ist eines der ältesten Hausmittel bei Tieren und Menschen zur Therapie von Verdauungsproblemen. Die Pflanzenkohle absorbiert im Darm vorhandene Schadstoffe (Endotoxine und Mykotoxine) und scheidet diese über die Verdauung wieder aus. Dadurch kann das natürliche mikrobiologische Gleichgewicht im Darm wiederhergestellt werden.

 

Zuchtsauen
7 L CFKE / Tonne Trockenfutter oder 2-3 L CFKE/ Tonne Fließfutter ständig beimengen
1 kg Futterkohle je Tonne Trockenfuttermenge als 4 wöchige Kur

 

Mastschweine
7 L CFKE / Tonne Trockenfutter oder 2-3 L CFKE/ Tonne Fließfutter ständig beimengen
2,5 bis 3 kg Futterkohle je Tonne Trockenfutter zum 1. Mastfutter
2 bis 2,5 kg Futterkohle je Tonne Trockenfutter zum 2. Mastfutter
1 kg Futterkohle je Tonne Trockenfutter ab dem 3. Mastfutter

 

Geringe DON – und Mykotoxinwerte im Futter minimieren den Stress auf den Stoffwechsel der Tiere. Um dies zu erreichen gibt es im Rosenheimer Projekt verschiedene Ansätze. Sie werden im Kapitel Ackerbau vorgestellt.